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Coryis

Anfänger

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1

Sonntag, 1. Dezember 2013, 13:51

Coryis Blackmoore

Schätze der Text ist hier besser aufgehoben. :)
Kommentare erwünscht.
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Der Raum lag vollständig im Dunkeln, lediglich eine Fackel im Gang davor warf einen Schimmer auf die kalten, schwarzen Steinblöcke und ließ das Metall der Käfige glitzern. Nicht dass es noch einen Unterschied für die verwahrlosten Insassen dieser Käfige gemacht hätte, die stumm und völlig ausgemergelt auf dem Boden saßen.


Die einzige Regung die sich auf dem eingefallenen Gesicht noch zeigte war Furcht.
Furcht vor dem Hall der Stiefel die sich diesem gottverlassenem Raum tief unter den Ruinen Lordaerons näherten.


Im Schein einer Fackel betrat eine gekrümmte Gestalt den Raum, seine Haut im Tode zu einem grimmigen Gesicht verzerrt. Er sah sich in dem Raum um, und die gelben Augen blicken unheilsschwanger. Die einzige anwesende Person, ein Mann, blieb in seiner Apathie im Schneidersitz an der Öffnung seines einen Schritt messenden Käfigs sitzen.

„Du scheinst meine Aufmerksamkeit zu verdienen, im Gegensatz zu diesem wertlosen Dreck, dersich ansonsten in diesem Loch stapelt.“

„Hier“, er hielt ihm ein Stück altes Brot hin „du willst doch nicht, dass dein „Licht“ deine Gebete erst erhört wenn du schon auf deinen Exkrementen verrottest? - Gut, wie ich sehe hast du deinen Verstand noch nicht komplett verloren. Also höre genau zu was ich dir nun sage.“

Die Gestalt strich sich die makellosen rostroten Gewänder glatt, als sie sich auf einen Stuhl, der an der Wand stand, setzte.

„Wie du dir unschwer vorstellen kannst gehörte ich einst deinem Volk an. Geboren wurde ich als Sohn einfacher Bauern in Tarrens Mühle vor der Invasion der Orks. Meine Eltern waren arm und ihr Wissen belief sich auf das Rechnen bis zehn und das Unterschreiben mit drei Xen. Ich war Einzelkind, meine Brüder verstarben sämtlich vor meiner Geburt, ihre Gräber lagen hinter dem kleinen Haus. Wie man es von einem guten Bauernsohn und einzigen „Erben“ des Hofes erwartet half ich so gut es ging bei der Arbeit auf dem Feld mit. Allerdings geschahen in meiner Umgebung immer wieder unerklärliche Phänomene, irgendetwas schwebte in der Luft, ein Heuballen fing Feuer, der kärgliche Haferbrei zum Frühstück gefror. So machte unter den naiven Bauern bald das Gerücht die Runde, ich sei verflucht oder besessen. Man begann mich zu meiden, die anderen Kinder wollten in der raren freien Zeit nicht mit mir spielen und die Erwachsenen machten einen Bogen um meine Eltern. So kam es, dass ich bei einer der vielen Begebenheiten wütend auf einen älteren Jungen zeigte und tatsächlich eine Feuerkugel in seinem Gesicht einschlug und das Fleisch verbrannte. Ich lief genauso erschrocken wie der Getroffene davon, jedoch dürfte klar sein was daraufhin im Ort für ein Aufruhr herrschte. Doch bevor, wie es nicht unüblich in der Gegend ist, ein wütender Mob mich auf einem Scheiterhaufen an einen Pfahl band, wurde ein durchreisender Magier von Dalaran auf die Geschichten um einen verhexten Jungen aufmerksam und ging Ihnen nach.

Ich hatte gerade meinen achten Geburtstag hinter mir, als am Nachmittag der gleiche Magier in seinen prachtvollen Roben plötzlich auf dem Feld vor mir stand um sich ein Bild von dem verhexten Jungen zu machen. Ich erinnere mich genau, das er einen Zauber auf mich sprach, und völlig ungläubig ihn wieder und wieder wiederholte. Danach lächelte er mich an und fragte, ob ich der Grund dieser Schauermärchen im Dorf sei, und den Sohn des Schmieds verflucht hätte. In meiner kindlichen Angst, die ich vor den Magiern hatte, die ja aus einer Laune heraus Unschuldige in Getier verwandelten, bejahte ich. Daraufhin lachte er und erzählte mir zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich etwas Besonderes sei und ihn unbedingt nach Dalaran begleiten müsste, um ein Magier zu werden.

Man stelle sich das vor: Ein Achtjähriger Bauernsohn sollte ins prächtige Dalaran, dass keiner im Dorf je sah und wenn die Gerüchte die Runde machten wurde nur furchterfüllt davon im Flüsterton gesprochen, und ich sollte dort lernen! Ich kam mir vor als hätte mir jemand einen Schlag versetzt. Schließlich hatten alle Angst vor mir, und nun wusste ich zwei Dinge: Dies war nichts schlimmes und Sie hatten recht in ihrer Furcht.

Selbstverständlich wollte ich auf der Stelle mit ihm reisen, hatte aber in meiner kindlichen Naivität vergessen, dass meine Eltern Ihre Zustimmung geben mussten. Zu meiner großen Überraschung taten Sie das sogar, aber nicht wie du sehr wahrscheinlich glaubst. Es hatte nichts mit der großen Chance für das arme Kind zu tun oder Nächstenliebe. Aufgrund der Stimmung im Dorf hatten meine Eltern kaum noch Geld weil man dachte der Fluch würde sich auf diejenigen übertragen, die Früchte von unserem Feld aßen. Und nun bot sich Ihnen eine Gelegenheit mich und ihren schlechten Ruf loszuwerden.
Ja, dein Blick verrät mir du bist auf der richtigen Spur. Genau, sie haben mich verkauft, zum Preis von zwei Pferden. Glücklicherweise, oder aus seiner Sicht beschrieben, unglücklicherweise hatte ihn das Mitgefühl ergriffen und er zahlte die stolze Summe. Ich bekam es von meinen Schlafplatz an der Wand zum Schuppen hin mit und wusste nicht wie meine Eltern so etwas tun konnten. Ich packte meine spärlichen Sachen noch in derselben Nacht und sah meine Eltern zum letzten Mal.

Denn meine Eltern erhielten das Schicksal das Sie verdienten. Mein Vater erschlug im Vollrausch ob des Reichtums meine Mutter, als diese denn doch noch etwas später Gewissensbisse bekam. Er selbst wurde, als er in der Dorfkneipe mit seinem Reichtum prahlte von
einem Dieb gemeuchelt. Ich erfuhr es erst Jahre später und weinte Ihnen keine Träne nach.

Die folgenden Jahre waren hart. Denn von einer Außenseiterrolle verfiel ich in die nächste. War ich erst ob meiner Fähigkeiten ein Außenseiter, traf das nun auf meine Herkunft zu. Zum Glück kümmerte sich mein Mentor um mich und führte mich in die Geheimnisse der arkanen Künste ein. Ich verließ für Jahre kaum die Bibliotheken oder Unterrichtsräume. Dank der Anleitung meines Mentors
lernte ich schnell, musste aber feststellen das es in Dalaran genauso zuging wie unter den Bauern in Tarrens Mühle, nur auf anderer Ebene. Die Stimmung bestand aus Missgunst und Eifersucht, jeder wollte hinter die Forschungsergebnisse und Geheimnisse des anderen kommen.

Da mein Mentor als ausgewiesener Exzentriker galt, bekam ich dies vor allen während seiner Reisen die ungebremste Härte des Spotts ab. Ein „Bauernmagier“, wie mich meine Altersgenossen nannten, sind nun mal nicht die Regel, sondern die Ausnahme, zumal in einer Familie, die über kein einziges magiebegabtes Mitglied verfügte.

Trotz dieser Probleme gelang es mir, ein halbwegs akzeptierter Lehrling der arkanen Künste zu werden. Vom ersten Krieg gegen die Orks erfuhr ich erst sehr spät, lediglich das Auftauchen einer magischen Anomalie weit im Süden machte die Runde. In diesem starb mein Mentor, und von nun an sank meine Meinung über die Elfenbeinturmbewohner von Tag zu Tag, im gleichen Maße wie meine Meinung über die Herrschenden. Da ich von nun an auf mich alleine gestellt war, wer nahm schon einen unliebsamen Zögling eines Exzentrikers unter seine Fittiche, hatte ich mehr Freiraum für mich und beschäftigte mich mit den politischen Ereignissen außerhalb Dalarans.
Den zweiten Angriff der Orks verfolgte ich mit großem Interesse, aber trotz meiner vorhandenen Ausbildung und des ausreichenden Alters wurde es mir nicht erlaubt den Truppen der Allianz beizutreten und Sie zu unterstützen. Ich war außer mir vor Zorn. Was nützte all diese Macht, all das Wissen, wenn man zur Untätigkeit verdammt ist und lediglich zuschaut? Nachdem mein erster Zorn verraucht war, widmete ich mich um so mehr dem politischen Geschehen außerhalb des kleinen Kosmos Dalaran und erschrak. Diese kleingeistigen Herrscher balgten sich, kaum, dass das Blut an Ihren Schwertern getrocknet war schon um die rauchenden Reste ihrer Länder.
Warum nur setzen die Kirin Tor Ihre Macht nicht ein, beenden die Streitereien dieser geistigen Bauerntölpel und befördern wo Sie dorthin wo Sie hingehörten? Meine Frustration wuchs und ich tat meine Meinung auch im Kreise meiner Altersgenossen kund. Dies war ein großer Fehler. Zu meiner weiteren Bestürzung waren viele von Ihnen bereits so auf das intrigante System eingestellt das ich bald öffentlich abgemahnt wurde und kurz vor der Verbannung stand. Doch genau in diese Zeit meiner Zweifel gesellte sich ein jüngerer Lehrling, mit dem ich insGespräch kam.

Wir unterhielten uns über die Politik und die Verfehlungen der kleingeistigen Mächtigen. Er stimmte mir in weiten Teilen zu, und nach langer Zeit und Wein teilte er mir mit, dass viele unter den Jungen angesichts der letzten Kriege für eine Veränderung der Politik Dalarans und der Königreiche aussprachen und sich im Geheimen organisierten. Er bot er mir an, mich jemandem vorzustellen, der wie ich ähnlicher Ansicht war und mir ein Angebot machen wollte. Ich willigte in ein Treffen ein, das an der nördlichen Küste Tirisfals stattfand.

Niemand meiner Vorgesetzten hatte etwas dagegen, mich zumindest temporär loszuwerden. Bedauert wurde nur, dass sich ein junger, talentierter Magier einem Aufrührer wie mir anschloss.


So traf ich in einer Nacht eine unscheinbare Person an der Nordküste Tirisfals. Sie eröffnete mir, dass die Herrscher und ihr Licht die Bevölkerung für Ihre Zwecke ausnutzten und nur an sich und ihre Pfründe dachten. Dagegen müsse etwas unternommen werden. Da auch Dalaran in Treue zu Ihnen stand müsste man aus dem Untergrund heraus die neue Ära des Schattens errichten. Ein neues Reich sollte entstehen, angeführt von den neuen, mächtigen Kirin Tor. Nur durch ihre Weisheit und arkane Stärke könnte verhindert werden das bei einem erneuten Krieg gegen die Orks, Zwerge oder andere eine Katastrophe vermieden würde.

Vielleicht hätte mich der Name ‚Kult der Verdammten’ stutzig machen sollen, doch ich war jung, politisch unerfahren und von seiner Idee, die der meinen sehr ähnlich war, überzeugt. Zumal er mir etwas versprach, was bis dato Niemanden gelungen ist: die Unsterblichkeit. Der geheimnisvolle Anführer offenbarte sich mir nicht, sagte aber ich solle nach Dalaran zurückkehren und weitere Unterstützung sammeln, er würde mich rufen wenn er mich benötigen würde. So kam es, dass ich zu einem der Rädchen in Kel´Thuzads Kriegsvorbereitungen gegen Lordaeron wurde. Die folgende Zeit war ich damit beschäftigt, die Unzufriedenen um mich zuscharen und
in den Kult einzuführen. Es sammelte sich eine Gruppe von mehreren Dutzend, die vor allem damit beschäftigt waren nach den dunkelsten Geheimnissen ihrer Mentoren zu suchen. Doch ich hatte nicht nur eine politische Funktion. Ich erhielt Formeln, die ich lernen und den anderen beibringen sollte. Ich wurde in Dingen ausgebildet die meine kühnsten Vorstellungen übertrafen und wäre dies bekannt gewesen, sehr wahrscheinlich meinen Tod bedeutet hätten. Doch endlich hatte ich die Macht selbst die Geschichte zu verändern und mit dem Kult der Verdammten eine neue Ära zu errichten. Nun, ganz so falsch lag ich nicht.
Aufgrund meines raschen Aufstieges in den Reihen der Organisation wandelte sich mein Denken. Nicht irgendwelche Kultisten sollten nach unserem Sieg die Macht erhalten, sondern ein Kultist:
Ich.
Das leise Flüstern im Hinterkopf bestärkte mich in meinem Tun, einer der vielen Nachteile wenn man im Dienste der verdammte Geißel steht.

Somit erhielt ich alsbald den Ruf nach einer besonders ehrenvollen Aufgabe. Ich sollte zusammen mit anderen Kultisten unter mir einen der Seuchenkessel bewachen. Jedem der daran beteiligt war, war sich absolut darüber im Klaren was diese Artefakte bewirken würden und begrüßten die Ermordung der Bevölkerung um Material für unsere Armee zu bekommen, die den König und den Rat stürzen sollten. Wir bewachten den Kessel, als langsam die Seuche mehr und mehr der Bevölkerung dahinraffte und sich in die Armee der Geißel einreihte.

Schau nicht so entsetzt. Ja, du hast recht verstanden, ich habe mit dafür gesorgt das mein eigenes Volk fast ausgelöscht wurde und als Perversion des Lebens wieder aufstand.
Erwartest du jetzt etwa Reue von mir? Eine so schwächliche Existenz hat nichts anderes verdient, nicht einmal der Verlust Eurer Heimat kann einen Wechsel Eurer Denkweisen herbeiführen. Aber nun weiter.


Als Belohnung für meine Loyalität erhielt ich als einer der ersten das Geschenk der Unsterblichkeit, allerdings nicht in der Form wie ich es mir vorstellte. In freudiger Erwartung trat ich als der Zeitpunkt gekommen war in den Ritualkreis und trank aus der kristallenen Phiole
die enthaltene Flüssigkeit. Zu Anfang spürte ich nichts, doch schon bald trat die Wirkung ein und jeder Winkel meines Körpers fühlte sich an als stände ich in Flammen. Vor Schmerzen wahnsinnig brach ich zusammen und wand mich auf dem Boden. Der Tod kam schnell, doch wenn es nach mir gegangen wäre nicht schnell genug. Mein letzter Gedanke im Augenblick meines Todes war die Erkenntnis, dass ich und alle anderen des Kults der Verdammten verraten worden waren. Doch blieb mir keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn eine überwältigende Präsenz riss sämtliche meine psychischen Barrieren meines noch aktiven Verstandes ein und ergoss sich auch noch in den letzten Winkel. Mein selbst, oder das was übrig blieb, wurde in den hintersten dunklen Winkel gesperrt.

Von da an war ich Teil eines allumfassenden Kollektivs, ein andauernder Traum ohne erlösendes Erwachen. Nur einzelne Bilder blieben mir als mahnende Erinnerung, der Sonnenbrunnen, Stratholme, Dalaran. Ich schlachtete als Teil der Armee unzählige ab. Alte, Kinder, Menschen, Elfen, es war bedeutungslos. Wichtig war einzig und allein die Erfüllung des Willens der Geißel. Ich kämpfte an der Seite von Ghulen, Todesrittern. Doch nach der Erstürmung Lordaerons wurde der Traum rissig, die Barrieren die mein Selbst unterdrückten konnten wieder nach außen dringen und ich erhielt die Kontrolle zurück. Allerdings war die Präsenz immer noch da und klammerte sich in jeder freien Nische fest, nun war mein Verstand ein Schlachtfeld geworden. Meine letzte Erinnerung war der großartige Anblick Sylvanas nach der zweiten Eroberung Lordaerons, danach viel ich in einen komatösen Zustand, um sämtliche Reserven auf meine eigene endgültige Befreiung zu richten.

Nach der Überwindung auch des letzten Nachhalls der fremden Kontrolle erwachte ich in einer Gruft in Tirisfal. Ich hatte wieder die Kontrolle über mein selbst zurück und auch meinen im Tode erstarrten Körper. Doch ein jäher Schock traf mich, als ich versuchte mich an eine Formel zu erinnern: Ich konnte mich nicht erinnern. Da war nichts, ein riesiges schwarzes Loch in meinen Erinnerungen.

Der Preis der Freiheit war hoch. Mit all meinem Willen zwang ich mich zu Konzentrieren und tatsächlich konnte ich mühevoll ein Fitzelchen an arkanen Energien in einen der leichtesten Zauber, an den ich mich erinnern konnte, einen Feuerball, kanalisieren. Ich war überglücklich. Die Ratte im inneren derGruft sterben zu sehen, hieß dies doch das ich nur mein Wissen, nicht aber meine Fähigkeit arkane Energien zu lenken verloren hatte. Von dem quieken der Ratte alarmiert, eilte ein Wächter herbei, der mir in den
Grundzügen die neue Lage auf der Welt erklärte. So erfuhr ich, welcher Person ich meine Existenz und meine Freiheit verdankte und schwor ihr von nun an mein Dasein zu widmen.

Ich bedaure zwar, selbst jetzt, nach intensivem Studium, nur über einen Teil meiner Macht gebieten zu können, doch dies ist bedeutungslos in Anbetracht der Ewigkeit die ich besitze um auch den letzten Rest meines Wissens wiederherzustellen oder neu zu erlernen. Denn ich weiß das ich unter der dunklen Fürstin über diese Welt herrschen werde, nachdem all ihr Sterblichen, egal ob Allianz oder Horde verrottet auf den Schlachtfeldern liegt oder Euch uns angeschlossen habt. Schon bald wird unsere Seuche euch hinwegfegen wie ein Wüstensturm die Sandkörner. Doch zuerst muss die Geißel vernichtet werden, um ein für alle Mal unsere Freiheit zu sichern.

Du fragst dich bestimmt, warum ich dir dies alles erzähle. Warum ich dir meine Lebensgeschichte offenbare und dir deine dunkelsten Ängste über die Absichten der Verlassenen und unserer dunklen Fürstin anvertraue.

Das könnte daran liegen das du den nächsten Morgen nicht mehr erleben wirst. So wie ich einst aus einer kristallenen Phiole eine Konzentrierte Form der Seuche der Geißel zu mir nahm, hast du mit dem Laib Brot die neueste Kreation des Apothekariums zu dir genommen. Ich wollte sicherstellen, dass du ganz genau weißt, wer für deinen Tod verantwortlich ist. Dein Tod heißt Coryis Blackmoore, der Verräter seines eigenen Volkes!“

Der Verlassene Magier schaute dem Menschen noch einmal tief in die Augen und offenbarte seine Verachtung.

„Ihr seit minderwertige Geschöpfe, weder Eure Engstirnigkeit noch die der anderen Völker wird jemals zwischen uns und unserer Freiheit oder Existenz stehen. Vielleicht sehen wir uns ja Morgen wieder….“

Als das Licht der Fackel schon längst wieder im Gang verschwunden war, hallte das Lachen Coryis Blackmoore’s noch immer durch die Kammer.

MaxSpace

Schüler

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2

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 11:55

Nur ein Wort: Cool! ::kaffee::

Eine sehr schöne Geschichten, die viel Geschichte von Warcraft erzählt. :thumbsup: Und dann auch noch aus der Sicht eines Verlassenen.

Ich weiß, dass man sowas nicht gerne hört, aber ich habe da einen Kritikpunkt.
Abgesehen von Anfang und Ende eine durchgehende wörtliche Rede zu schreiben ist nicht so schön. Wenn Du sie ab und an unterbrochen und Blackmoore mal aufstehen lassen, verächtlich in einen der anderen Käfige schauen, während der Insasse angstvoll wimmert, oder Blackmoore läuft erhaben und voller Stolz auf und ab, hätte dem Text noch mehr Atmosphäre verliehen.
Aber das ist Kritik auf hohem Niveau. ;)

Coryis

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3

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 16:43

Ein guter Einwand. Als ich damals die Hintergrundgeschichte geschrieben habe, kam mir nicht in den Sinn, dass das vielleicht stilistisch schöner wäre, als eine lange Rede. Mir kam die Idee nach dem Spielen von WC3, als ich den Char auf FL erstellte. :)

Spaten

Gamemaster

Beiträge: 157

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4

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 17:40

ich hab nur eine eher unwichtige sache zu dem nachname "blackmoore" das war damals auch der "knechter" von thrall und ich vermute das die gesamte familie aus fürsten bestand. aber wie gesagt das ist extrem unwichtig und eigentlich nebensächlich

Coryis

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5

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 18:28

Danke für die aufschlussreiche Anmerkung. Das wusste ich zum Beispiel auch noch nicht - wieder was gelernt. Mir gefiel der Name, als ich darüber nachdachte.

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