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Kuukyo

Anfänger

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1

Dienstag, 29. November 2011, 23:50

Von einem Bild in meinen Träumen

Hier eine Kurzgeschichte von mir, ich hoffe sie findet bei euch Anklang.

Von einem Bild in meinen Träumen.

Das leise Zirpen der Heuschrecken klingt in meinen Ohren, während wir im hohen Gras des Tales stehen.
Die warmen Strahlen der immer tiefer sinkenden Nachmittagssonne lassen alles in einem goldenem rot erstrahlen und es scheint, als würden deine lieblichen Haare, wie der nahe See, diamantengleich im Sonnenlicht funkeln.
Die Zirpen verstummen langsam und die fernen Kirschblütenbäume schicken einen jähen Schauer ihrer schneeweißen Blüten zum Himmel, vom Wind getragen, hat sie schon bald das Licht verschluckt.
Langsam erfasse ich deine Hand, die sich weich und warm in die meine schmiegt.
Noch bist du ganz benommen, von dem Kristallnebel, der in der Luft schweben zu scheint, unsicher richtet sich dein Blick zum Boden, um ihn dann langsam höher wandern zu sehen, bis du mich anblickst, mit Augen, deren blau eine nie endende Tiefe mir vorzutäuschen scheint.
Hoffnungsvoll, doch auch, ja vielleicht wissend schenkst du mir deinen Blick, der ängstlich zu fragen scheint: „Können Träume wahr werden?"
Ein Hauch des Odems der Erde streicht leise übers Feld, biegt das hohe Gras, wiegt es hin und her und erfasst bald dein Haar, lässt es dein leicht gebräuntes Gesicht und den immernoch fragenden Blick umschmeicheln.
Einige Kirschblüten verfangen sich darin und ich erfasse auch deine andere Hand, dreh dich ganz zu mir um und schau zum ersten Mal wirklich zurück.
Mit Erwartung im Blick und leicht geöffneten Lippen stehst du nun vor mir und noch immer sage ich nichts.
Trauer mischt sich in deinen Blick.
Das bricht den eisern kalten Bann, der auf mir zu lasten schien.
Langsam nähere ich mich dir, kurz bevor sich unsere Lippen berühren, hauche ich ein "Ja" dann küsse ich dich, umschließe die weiche Sanftheit deiner Lippen, während du die Augen schließt.
Trotzig fliegt eine Träne, im Wind, mit den Blüten davon.

Lumî

Anfänger

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2

Mittwoch, 30. November 2011, 09:15

Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll oô.
Die Geschichte ist einfach nur...genial.
Sie ist wirklich schön, nice Kuukyo.
Ich erhoff mir wirklich, dass ich mehr dieser Kurzgeschichten von dir zu sehen bekomme.

~Sülle

Kuukyo

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3

Mittwoch, 30. November 2011, 13:02

Danke dir Lumî :)

Es erfreut mich immer wieder, wenn meine Geschichten Jemanden gefallen (und dies auch schreibt/ausdrückt ^^).

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4

Mittwoch, 30. November 2011, 15:44

Du kannst sehr emotional schreiben,ist nen super Stil.

Animal

Profi

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Mittwoch, 30. November 2011, 19:26

Wirklich eine sehr sinnliche Sprache, die mehr aussagt, als dort in Worte gefasst ist.

Kuukyo

Anfänger

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6

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 12:46

Von einem Ort in meinen Träumen

Huhu ihrs, hier eine neue Kurzgeschichte von mir. (diesmal ist sie etwas länger geworden)

viel spaß beim lesen :)


An einem Ort in meinen Träumen

Schnee...
schmeckte ich und auch den Biss eisiger Kälte, welche mir der Wind unbarmherzig ins Gesicht trieb.
Weiß war der Boden unter meinen Füßen, uneben und rissig aufgeworfen von Frost und Eis. Hier und da ein Tüpfel anderer Farbe, erden um genau zu sein, doch nicht minder trostlos als das Weiß der Umgebung.
Suchend fiel mein Blick auf mein farbloses Umfeld, während meine Füße weiter ihrem unbestimmten Ziel folgten, wohin, dass wollten sie mir nicht verraten, doch ließen sie auch nicht ab von ihrer Reise.
Wann die Reise begann ist völlig unklar, ich vermag mich auch nicht mehr daran zu erinnern von wo. Zu lange dauerte sie nun schon und vergessen macht sich breit, nimmt Überhand über Gedanken und Erinnerung.
Nur das Hier und Jetzt ist klar vor meinen Augen, während ich weiter durch den Schnee streife und die Landschaft keine Farbe noch Formen enthält. Selbst der Himmel, wie mag er noch ausgesehen haben zu Beginn dieses Marsches, enthielt er Farbe, mit ist, als wäre es so gewesen, doch nun wo alles im weiß des Winters versteckt ist, so verhüllt auch der Himmel sein Haupt mit grauen Gebilden. Riesig und wahrhaftig ziehen sie dahin, scheinbar greifbar, doch immernoch unendlich weit entfernt.
Reinheit, mag das sein, dieses weiß der Natur und so darf nichts dieses Bild stören, voll Vollkommenheit.
Ausgezehrt fühle ich mich ja ganz verbraucht scheint mein Fleisch, so hat es doch schon den Ton der Umgebung angepasst, ist hell, dünn und hart geworden, an nichts lebendes erinnernd, doch brennt mein Geist immernoch hell wie das Feuer der Sonne, ob im Wahn oder im Eifer, unsagbar, doch treibt es mich weiter, immer voran schreitet die Gestalt im weißen Gewand, nur die Augen scheinen noch vor leben zu glühen. Immer weiter, keine gespenstige Spur hinterlassend, ja nicht mal den Hauch einer Berührung, nur ein Ziel vor Augen, doch welches?
Bis zu den Hängen, die hinauf führen, lief die Gestalt, und immer weiter, die nie bemerkt, weiter hoch zu den Gipfeln, die in die Wolken führen, ja gar zum Himmel?
Ist das das Ziel, oder nur ein weiterer Abschnitt der Reise, welche so arg die Gestalt mitgenommen?
Meine Gestalt und doch nicht mehr ich selbst.
Vermag ich irgendwo Erlösung finden? Weiter hinauf zieht es mich, in die grauen Gebilde hinein, wie hießen sie doch gleich, hatten sie jemals einen Namen? Doch immer weiter trag ich mich hinauf, den grauschwarzen Fels, welcher so tief in das weiße Gewand des Winters schneidet und mir doch, so scheint es, zulächelt.
War das ein Zeichen? So kletterte ich weiter hinauf, schroffe felsen in den Himmel hinein, welcher antwortete mit schneidendem Wind und klirrender Kälte, doch das Ziel war so nah.
Die Hand ausstreckend, scheinbar in das Nichts, fühlte ich etwas, etwas schönes, doch wusste ich nicht was es war und folgte meiner Hand, zum Gipfel, der herausragte aus der grauen Masse, die nun unter mir lag, wabernd und fließend wie ein Meer, trübselig und traurig war der Anblick, doch etwas anderes verlangte nun Aufmerksamkeit, das Gefühl, das Schöne, es erfasste mich nun voll und ganz und brenned wurde mein Verlangen mich ihm ganz hinzugeben.
Überflutet von hellem, warmen Licht war nun der Gipfel und der Schnee glänzte und der Himmel glänzte und die Sonne schien, verbrannte meinen Geist mit sengenden Strahlen.
Quälend doch erlösend zugleich brannte die Sonne und ich stürzte auf die Knie, während meine Gestalt in Flammen stand. Dann gab auch der letzte widerspenstige Geistesfunken auf und verglühend lag ich am Boden und schmeckte schnee und ein letztes Mal den eisigen Biss der Kälte.
Dann schlief ich ein, an einen Ort, von dem ich träumte.

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7

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 14:00

Wieder einmal sehr eindrucksvoll geschrieben.
Aber diesmal muss ich dich etwas kritisieren.Diese Geschichte liest sich scherer als eine erste.Du wechselst zuoft zwischen den Zeitformen,was einen Leser sehr leicht verwirren kann.
Bevor du schreibst,überlege dir,wie soll die Geschichte gestaltet sein. Möchtest du,dass der Leser das Gefühl hat,dir bei deinem Weg über die Schulter zu schauen,so als würe es gerade passieren? Oder möchtest du es lieber wie eine Erinnerung erscheinen lassen,so als war es vor langer Zeit und doch immernoch so klar vor Augen?Daraus entwickle dann deinen Stil und versuche dem treu zu bleiben.
Bei deiner ersten Geschichte hast du das richtig gut umgesetzt,der zweiten fehlt dies leider.
Ist nicht böse gemeint,doch Kritik treibt uns voran :)
Liebes Grüssle

Kuukyo

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8

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 17:09

vielen Dank für die kritik :) kann einem ja nur helfen besser zu werden, und jetzt weiß ich auch was mich gestört hat an dieser geschichte ^^

NoSkill

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9

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 22:54

Auf mich wirken diese geschriebene Bilder wie Gedichte, mit dem Unterschied, dass sie leichter zu verstehen und zu lesen sind :D

Echt toll, freue mich schon auf meine heutige (nächtliche) Träume xP
_______________________________________________________________________________________________________________
Ich kann mehrere Sprache, doch (leider) kein Französisch. So ging ich zu meiner Sis, auf dass sie mir was in Französisch beibringe. Nachdem sie ca. 5 Sec überlegt hatte, brachte sie mir den, nach Ihrer Meinung, nützlichsten französischen Staz/Frage bei:


Voulez vous coucher avec moi?

Kuukyo

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10

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 17:12

Von einem Bild in meinen Träumen

Von einem Bild in meinen Träumen

Hier mal wieder was neues von mir, hoffe es gefällt euch :)



-Staub-

Staub,
bedeckt Glas und Holz, einst klar wie Kristall und das Holz von roter Natur. Doch jetzt nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Ergraut durch Zeit und Dreck. Langsam ziehen meine Finger Bahnen darüber, gleitend reißt Haut kleinste Holzsplitter,
hinter sich her im Chaos bleiben sie liegen, gebettet in Staub. Mein Blick dringt hinaus durchs taube Glas.
Dunkelheit durchzieht die Nacht, gleichsam grausam wie ein Band an meiner Seele. Unerträglich ihr Anblick,
doch einst Quell unendlicher Macht. Jetzt steh ich hier, mit müden Augen, ausgebrannt blicken sie wandernd umher.
Einst prächtig war diese Halle, erfüllt mit Leben und pulsierendem Glück. Auch diesen Ort umfängt Dunkelheit,
schwebt in der Luft und wandert umher, ich kann es spüren, sie greift nach mir. Und doch hat sie mich längst.
Lichtstreifen des Mondes durchbrechen den dunklen Sud und spiegelt sich auf dem Boden wieder,
windet sich auf schwarzen und weißem Marmor, blank wie Kristall, doch mit dunkler Seele.
Ein Kronleuchter am nicht weit entferntem Himmel, ehern glänzend aus schwarzem Silber hängt er da, bedrohlich wirkt er im zarten Zwielicht, wie ein Geschöpf der Nacht.
Stunden schein ich durch die Dunkelheit zu wandern, langsam und unsicher, wie ein Fremder.

Leise hallen meine schritte nach, mit nacktem Fuß auf kaltem Stein, mal glatt, dann rissig und manchmal mit dunkler warmer
Flüssigkeit benetzt.
Geruch von Kupfer liegt in der Luft und der Geschmack von Staub benebelt meine Sinne.

Ein sanftes Tropfen dringt in mein Gehör, war es schon da und doch so weit entfernt und vor mir eine Spur aus Tropfen rötlicher
Natur oder war das hinter mir.
Stille, kein laut ist zu hören, nur das stete tropfen. Und Glas ragt aus meiner Hand, tief hineingebohrt wie von Henkers Hand, den Weg freigefressen durch Haut und Fleisch, durch Blut und Knochen, glitzert es in meiner Hand.
Blut läuft in dicken Linien davon hinab zum lauerndem Boden und meine Finger glänzen schon im Mondeslicht, sind klar wie ein Diamant. Schmerz durchfährt mich wie glühend Stab, während meine Finger langsam steif werden, unbeweglich und starr wie Kristall.

Ist es nun soweit? Dann soll es so sein, zu lang verweilte ich schon.
Langsam gehe ich in eine unbestimmte Richtung, doch scheint es die Richtige zu sein. Ein hoher Gang breitet sich vor mir aus, gesäumt mit Säulen aus rotem Stein, glühende Risse durchbrechen ihre Oberfläche, wabernd im Dunklem und ziehen mich zum Ende des Ganges.
Stählerne Biester winden sich an ihnen empor und grausige Fratzen starren zu mir herab, mit Augen so tief wie das Meer und gierigem Ausdruck. Langsam auch wandert der Kristall meinen Arm hinauf, frisst sich weiter durch meinen Leib, mein Arm starr wie eine Statue. Und doch ich muss weiter.

Schwarzer Nebel breitet sich aus, von innen her blutrot leuchtend, mich auf das Tor am ende leitend.
Hoch und breit und schwarz wie meine Seele steht es da, umrahmt mit schwarzem Marmor, bedrohlich und fordernd zugleich.
Klirrend breitet sich der Kristall auf mir aus, hat nun Schulter und Brust erreicht, wandert meine Seite hinab und Zeit wird knapp. Stählerne Stacheln blitzen auf, zerfetzen meine Kleider, kratzen mit schrillem Kreischen über Kristall und stechen in weiches Fleisch, Blut fließt und neuer Kristall wächst. Mein Nacken ist schon steif, noch einmal werf ich einen Blick zum hohen Tor, während mein Schädel immer kälter wird. Von Oben herab grinst ein Tor und hallendes Gelächter dringt in mein Ohr.
Mit letztem Schritt gelang ich zum Tor, die Welt ist dunkel und unbeweglich, die Tür stößt auf und hindurch gleite ich.
Kristall knistert und klirrt vor Spannung, dann falle ich, zerberste,

zu Staub,
aus meinen Träumen.

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